Erlebnisse

Schule, Klausuren und Co

Ich lerne. Ja und kein Scherz. Ich lerne für meine Lk-Klausuren. Vielleicht ist doch völlig übertreiben, vielleicht auch untertrieben. Ich weiß es nicht. Und dieses Nichtwisssen, dieses Nicht-Einschätzen-Können; Was wollen die jetzt von dir??? ist es, was mich dazu antreibt. Und so habe ich auf jeden Fall schon einmal eine Wochenendbeschäftigung gefunden. Prima, nicht wahr?

Unglaublich spannend, und ätzend.

Aber wenigstens macht das lernen von der Thematik Spaß.

Mathe und Physik  

14.9.07 20:57


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Seltsame Konsequenzen der Faulheit

Ich fahre Bus, und zwar länger, muss beim umsteigen warten, hätte genügend Zeit irgendwelche Hausaufgaben zu machen oder eine Schullektüre zu lesen, aber ich habe keine Lust und lasse es. Ich habe viel zu viel Zeit, in der ich mich berieseln lasse, nur Musik höre, aus dem Fenster schaue, und nicht immer das Gleiche sehe, während ich mir Gedanken machen kann. Ich kann meinen Gedanken freien Lauf lassen, einfach nur denken, um Eckn und Kanten denken und Phantasieren. Die Gedanken fließen lassen, nicht beeinflussen, nicht unter Zeitdruck setzten und dann, dann denke ich hätte ich doch gelernt. Dann wären mir nämlich ganz viele Gedanken nicht gekommen, ich hätte nicht die Zeit gehabt über dieses und jenes derart detailliert nachzudenken gehabt, wie ich sie gehabt habe und wäre nun nicht so deprimiert. Und trotzdem mache ich diesen Fehler dauernd.

1.9.07 10:09


Alltag

Jeden Morgen die gleiche Eile, jeden Morgen stehe ich zu spät auf und hetzte in Richtung Zug, verpasse den Bus, sehe also nur die Schlußlichter, gehe deshalb zu Fuß zum Bahnhof, wo der Zug wie so oft Verspätung hat, so dass ich zum Bus rennen muss, der manchmal schon an der roten Ampel steht, aber der Busfahrer ist nett und lässt mich noch rein, rein in den überfüllten Bus, ohne viele freie Plätze, was die Folge hat, dass ich weil ich vorwärts sitzen will den Platz neben komischen Leuten erhalte, die dann meistens im Verlauf der vielen Haltestellen irgendwo aussteigen, und ich endlich Platz habe und wenn ich schließlich vor der Schule aus einem mittlerweile gerappelt vollem Bus aussteige, schon jede Menge erlebt habe, was sich aber dennoch in einem langen Satz beschreiben lässt.

1.9.07 10:09


Mittendrin

Ich stehe da, in der Mitte eines Platzes und bin unfähig mich zu bewegen. Von allen Seiten fahren Autos langsam rückwärts auf mich zu, sie werden mich zerquetschen. Das penetrante Piepen, das dabei von ihnen ausgeht und signalisiert, dass sich diese vierrädrigen Fahrzeuge rückwärts bewegen wird immer lauter und schriller. Ich hasse dieses Geräusch. Erst als die Autos mich schon fast erreicht haben, fällt mir intuitiv ein, wie ich das Ganze beenden kann:

Ich hebe die Hand und schlage ohne hinzu schauen zu.

Der Schlag zeigt seine Wirkung sofort, das Piepsen ist verschwunden und hallt nur noch in meinen geplagten Ohren nach, die Autos fahren wieder vorwärts und von mir weg.

Wirre Gedankenfetzen und psychedelisch bunte Bilder und Farben ziehen an mir vorbei – bis mir mit „ Hast du deinen Wecker nicht gehört“ die Bettdecke weggezogen wird.

Ich hasse solche Leute – auch wenn ich ohne sie wahrscheinlich immer überall zu spät kommen würde. Und ich hasse piepsende Wecker – ich will wieder einen vibrierenden, tiefgrummelnden Handywecker, der mir auf den Kopf fällt – und mich weckt.

1.9.07 10:08


Freiheit

Dort wo die Freiheit wohl grenzenlos sein muss…

 

Er starrte in das immer heller werdende grau, lila, rot, oder wie auch immer dieser Farbton zu bezeichnen war, der langsam das schwarz der nacht verdrängte. Langsam wurde der Himmel am Horizont heller, die Schemen der Nacht verschwanden mehr und mehr.

Es war eine laue Sommernacht gewesen, und trotzdem hatte es Tau gegeben, die Bank auf der er saß war klamm, genauso wie seine Kleidung.

Er wußte nicht wo er sich befand. Während die ersten Sonnenstrahlen über den nahe gelegenen Wald streiften, trank er seine erste Tasse Kaffee – und dachte an seine Freunde, die wohl ganz gewohnt ihrem Tagwerk nachgingen.

Es war Montag gewesen, wieder einer von diesen schrecklichen Montagen, die ganz am Anfang einer langen Woche lagen. Anstatt wie immer in den Bus zu steigen, war er zum Bahnhof gegangen, war Zug gefahren, ohne Ticket, und so lange bis ihm der Wald gefiel.

Erst lief er langsam durch den Wald, spürte jeden Ast und jeden Grashalm unter seinen nackten Füßen, bald jedoch begann er zu joggen, bis er schließlich rannte. Ohne Ziel und querfeldein, ohne Grenzen, ohne vorgeschriebene Wege zu beachten, über umgekippte Bäume, über kleine Bäche, er blieb nur stehen, um zu schreien und zu brüllen. So wie es ihm in den Sinn kam, laut und befreiend.

„Jeder würde denken, ich wäre ein Spinner. Vielleicht bin ich ja auch einer“, sagte er sich und lief weiter, scheuchte einige Rehe auf, „was für wunderschöne Tiere.“ Er versuchte erst die Gangart eines Pferdes zu imitieren, dann die der Rehe. So lief er ohne zu Ermüden, ohne Nachzudenken, hatte bald das Gefühl ganz eins zu sein mit dem Wald, wenn er auch nicht leugnen konnte, das es lächerlich war, als Mensch, als erwachsener Mensch, zu versuchen wie ein Pferd zu traben. Er war schon lange keine drei mehr…

„Warum in Gottes Namen rennen Sie hier wie ein Wilder durch den Wald? Sie verscheuchen die ganzen Rehe! Ach, übrigens, Guten Morgen!“

Erschrocken blieb er stehen, sah dann jedoch das von dem hutzligen Männchen keine Gefahr drohte, weigerte sich zu antworten und begann weiterzujoggen.

„Laufen Sie etwa vor sich selbst davon?“, rief ihm der alte Mann hinterher, doch er reagierte nicht.

Bald jedoch hatte er diese Begegnung gänzlich vergessen, doch der Förster erinnerte sich noch lange an diesen Sonderling, dessen verzweifeltes Gebrüll im Abstand einiger Minuten immer wieder in immer größerer Ferne zu hören war, bevor es sich ganz in den Geräuschen des Waldes verlor.

Auf einmal stand er vor einem See, in dessen Nähe ein reißender Gebirgsbach gluckerte, und sein Lied sang, und einige schon etwas marode wirkende Boote dümpelten am Ufer des stillstehenden Gewässers vor sich hin.

 

Boot fahren, einfach treiben in den ungeheuren Wassermassen verloren sein, gegen die Naturkräfte ankämpfen, bis ans Äußerte gehen, und noch weiter.

 

Er schob ein Boot ins Wasser, in  ergriff ein Paddel, und sprang hinein. Das Wasser war eiskalt, herrlich lebendig und erfrischend, auch wenn seine Füße schon nach kurzer Zeit blau wurden. Die Boote waren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht für den Fluß gedacht, er hatte das Schild „Vorsicht, Lebensgefahr“ ganz bewußt übersehen, wie schon so oft in seinem Leben.

 

Die Strömung riss ihn über spitze Steine, kleine Wasserfälle hinab, und es kostete ihn Kraft und Mühe nicht aus der Nußschale zu fallen. Das gluckern und Glucksen des Baches, die spritzenden Wassertropfen, das Rauschen des Baches, dies war unbeschreiblich. Ab und an blieb er an Felstücken hängen, dann schlug er so lange mit dem Paddel auf das Wasser und seine weitere Umgebung ein, bis er wieder frei kam. Nicht, dass diese Methode sonderliche effektiv gewesen wäre, aber er mochte sie. Fanatisch paddelte er und kämpfte sich seinen Weg mit der Strömung, und fühlte sich frei und endlich nicht mehr eingesperrt. Das Rauschen des Baches wurde lauter, und die Strömung an den zahlreichen Stromschnellen stärker. Verbissen kämpfte er sich seinen Weg bis er auf einem Stein auflief, das Boot bleib hängen, er zog und zerrte verzweifelt – da löste es sich endlich – und er sah den Grund des Rauschens, einen größeren Wasserfall. Das Wasser stürzte ohne Halt in die Tiefe, wie weit vermochte er nicht zu sagen. Ihn interessierte auch nicht wie tief das Wasser wohl stürzen würde. Vielmehr beschäftigte es ihn, ob die Wassermassen allein oder mit ihm gemeinsam den freien Fall antreten würden. Er bemühte sich an den Rand eines Ufers zu bekommen, begann hektisch und ohne System zu paddeln, doch die Strömung hatte ihn nun ganz gefangen. Verzweifelt schlug er mit dem Paddel aufs Wasser, paddelte nun ohne Kraft, merkte es nicht und beschloß möglichst bald zum nächsten Bahnhof zu laufen, und Zug zu fahren, zurück, zurück gen Heimat, zurück zu seinen Freunden. Die Paddelzüge verloren immer mehr an Kraft, so fern das noch möglich war, bald hatten ihn die gesamten Wassermassen umschlossen, er fühlte das eisige Wasser überall um sich herum, er war völlig durchnäßt und entkräftet. Er spürte die reißende Strömung und den starken Sog, der ihn in Richtung Abgrund zog und immer stärker wurde. Dann blickte er hinab, und entdeckte weit unten in der Tiefe, sein Boot, das von immer neuen, herunterfallenden Wassermassen immer wieder untergedrückt wurde.

23.8.07 21:37


Sprachlos

Manchmal gibt es soviel zusagen, und es fehlen einem die Worte, die Gedanken haben sich verfangen und drehen einfach nur im Rad. Ohne Ausweg. So viel offene Fragen, so viel zu sagen und nie mehr die Möglichkeit dazu. Nur die Zeit bewegt sich noch, nur die Zeit, die vergeht, hilft weiter.
11.8.07 12:01


Lupo

5mal innerhalb einer Woche in der Holzofen-Pizzeria in der Altstadt gewesen zu sein ist schon überproportional oft. Der Pizzabäcker kennt mich auch schon. Aber die Pizza ist wirklich toll, und ich war an zwei Tagen immerhin nicht da…

28.7.07 22:30


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