Natur

BARFUSS I

Freiheit für die Füße.

Barfuss fahrrad fahren, und man hat viel mehr Gefühl.

Barfuss wandern, man nimmt jeden Stein und jedes Blatt wahr, was man sonst übersehn würde.

Barfuss rumlaufen, man ist sensibler.

Barfuss spazieren gehen, noch nie habe ich mich geschnitten, verletzt.

Barfuss ist ein Gefühl von Sommer und Freiheit. Eins der schönsten Gefühle.

28.5.07 17:25


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Schnitt.Blumen

Ich mag Blumen. Ich liege gerne auf eineer Blumenwiese, mir gefällt dieser Gesamteindruck vom Frühling, oder vom Sommer. Auch damit, die Namen von Blumen lernen zu müssen, kann ich leben, denn das gehört vielleicht noch zur Allgemeinbildung. Meinentwegen. Aber Blumen kaufen, planzen, in die Vase stellen, kann ich nicht haben. Das finde ich nicht schön, sondern abartig, einfach schlimm. Wenn ich Blumen verschenke, endet das in einer Katasthrophe. Wenn man mir Blumen schenkt, endet das auch nicht viel besser. Am besten gehe ich Schnitt.Blumen und Planz.Blumen aus dem Weg.
13.5.07 20:44


Sonnenspiele (Rückblick)

Da scheint die Sonne jetzt seit Tagen, ich renne mit einer ausgesprochen guten Laune durch die Gegend, meißtens mit Sonnenbrand, und freue mich, weil ich in der Sonne liegen kann.

Sport draußen, auf einem sonnigen Ascheplatz, ist natürlich absolut beschissen. Ich frage mich immer noch, warum wir das eigentlich mit uns machen lassen, nur so aus Prinzip. Wir sagen, dass uns das ankotzt, aber wir unternehmen nichts. Brav werden wir in der prallen Sonne in der Mittagszeit ohne Wasser rennen, es wird uns zwar schwarz vor Augen sein, aber wir handeln ja nicht. Wir sind zwar dagegen, aber mehr auch nicht. Wir brechen nicht aus, wir lassen uns wie Tiere durch die Hitze treiben.

Sonnenflecken, Schattenspiele unter den Laubbäumen. Das Gras fühlt sich kühl unter unseren nackten Füßen an, wir liegen unter den Bäumen, genießen das Wetter. Die Blätter rauschen über uns, wenn der Wind sie sanft bewegt. Wer kann das Bild des Baumes im Kopf einschließen? Mit allen Blättern und Ästchen. Wir nicht - immer vergessen wir eine Kleinigkeit. Sommer.

Fahrrad fahren, immer barfuss, den Fahrtwind spüren, und am liebsten Berg ab. An der Düssel entlang, die auch mal deutlich mehr Wasser hatte, und nun Gefahr läuft auszutrockenen. Unter den Bäumen hindurch, durchs Wasser, wo ich natürlich prompt im Schlamm stecken bleibe. Egal. Dem Rad schadet nix mehr, und ich habe ja keine Schuhe an, die nass werden könnten. Wo also ist das Problem? Nirgends. Nichts bringt mich bei diesem Wetter dazu, mich aufzuregen, nicht einmal ein Busfahrer, der mir absichtlich vor der Nase wegfährt. Na und? Komm ich halt zu spät zur Schule. Völlig relaxt schlendere ich das letzte Stück...

Sommergefühle. Einfach reinleben in den Tag, abends noch ewig lange draußen sitzen wie im Süden, den Sommer genießen und vom Baggersee träumen.

 

 

29.4.07 19:39


Kyrill

Der Sturm wütete in ganz NRW. In ganz Deustchland. In ganz Europa. Das oberste wurde zu unterst gekehrt, Windbrüche entstanden, einzelne Bäume und Dächer verließen ihren angestammten Platz, während Massen von Bahnfahrern ihre Plätze, Bahnhöfe, nicht mehr verlassen konnten, jedenfalls nicht mit dem Zug. Und auch am Tag danach beeinträchtigte der Sturm unseren Alltag, nicht nur den Verkehr, auch die Nachrichten, und somit unser Denken.

Kyrill war ein Sturm in diesem Winter. Einer der Geschichte schrieb. Und wahrscheinlich war es nicht der letzte Sturm in diesem Winter. Hoffentlich aber der einzige, der eine derart große Zerstörung anrichtete. Der Sturm, der Höchstgeschwindigkeiten erreichte, die seit langen Zeiten nicht mehr gemessen wurde.

Globale Panikmache: Menschen, ihr zerstört die Erde. Ihr stört den Kreislauf der Naturgewalten, die lange Zeit auf ihren sicheren Bahnen waren.
Globale Abschwächung von Ignoranten: Das Wetter hat sich seit jeher verändert, das Klima ebenfalls, wieso sollte der Mensch denn auf einmal schuld sein? Wieso hat die Natur sich bitte nicht sofort beschwert, als wir eine Erfindung, zerstörischer als die nächste, machten? Weshalb diese Zeitverzögerung?

Wie wenn einer Auster ein Sandkorn, völlig fehl am Platze und gefährlich, unter die Schale gerät, versteckt sie dieses unter einer Perle. Einem wunderschönem, sanftem und ungefährlichem Gebilde. Kleine Gefahren kann die Natur alleine abwenden, große Gefahren, deren Wachstum exponentiell ist, nicht.

Stürme wie Kyrill sind Warnungen. Warnungen, einer aus dem Takt gebrachten Natur, die nach Hilfe schreit. Warnungen, die wir nicht ignorieren sollten. Warnungen, die wir aller Wahrscheinlichkeit nach ignoriren werden bis es zu spät ist.

 

20.1.07 15:52


Wetter und Mentalität

Sturm. Es stürmt. Es regnet. Es windet. Gefühlte Kälte. Im Januar. Bei 15°. Über Null, wohlgemerkt. Regentropfen pochen aufs Fenster, laufen übers Dachfenster hinunter aufs Dach. In die Regenrinne. Am Haus entlang in den Garten und durchnässen den Rasen. Regentropfen werden an die Fenster gepeitscht, wütend und aggressiv. Sie sind wehrlos dem Sturm überlassen. Wolken rasen über den Himmel. Der Wind peitscht mir ins Gesicht. Der Regen auch. Und irgendwie passt diese düstere, bedrohliche, wilde Atmospäre.
Kämpfe gegen den Sturm oder du endest als Regentropfen...
Wehrlos im Kanal.

Nachtrag: Es liegt nahe zu vermuten das man seine Stimmung dem Wetter und der Atmosphäre draußen anpasst. Wir handeln, so wie das Wetter ist. Denn der Mensch ist nicht von äußeren Einflüssen frei, und wird es wohl auch nie sein. Aber gerade durch seine scheinbare Anpassungsfähigkeit hat der Mensch gelernt in dieser Welt zu überleben.

11.1.07 16:21


Mondsüchtig

Erst einmal vorweg: Ich bin nicht abergläubisch. Also jedenfalls nicht richtig.
Doch sobald der Vollmond durch die Wolkendecke guckt, werde ich wach und schlaflos. Nach 6h Vollmond und einer durchgewachten Nacht, denke ich manchmal ernsthaft drüber nach den Mond anzuheulen:
"ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhuuuuuuuuuuuuuaaaaaaa". Dabei ist der
Mond doch nur ein einfacher Himmelskörper.
Wo bleibt denn jetzt hier die Rationalität der Wissenschaft, wenn man an eine derartige Beeinflussung des Mondes glaubt? Oder haben die Naturvölker, die in Ihren Religionen, den Mond schon seit Anbeginn der Zeiten verehren etwa Recht?

5.1.07 11:36


Mond schauen

Bald ist Vollmond. Der Mond geht auf und unter und auf. Wolken im Zusammenspiel mit dem Licht des Mondes. Sie schimmern und glänzen.
Wie Wattewelten und irreale Auswüchse der Phantasie ziehen sie herüber, lullen den Zuschauer dieses doch jedesmal beieindruckendens Spectaculums ein, unschlingen ihn, reißen ihn fort vom Boden der gesicherten Tatsachen. Entführen ihn in Scheinwelten.
Die Wolken eilen vorüber, in seltsammen Formationen und bizarren Lichtspielen. Unheimlich faszinierend. Unheimlich beeindruckend.


Du liegst auf dem Rücken und lässt dich treiben. Schaust in die Wolken, in den Himmel. Fern. Nah. Lässt deinen Gedanken freien Lauf. Gibst ihnen Auslauf. Lässt sie ziehen und durcheinander wirbeln. Sich vermischen. Sich verändern. Probleme ebenso. So liegst du auf dem Rücken. Ohne jegliches Zeitgefühl. Voll im Einklang mit dir. Langsam wird es unter dem Rücken trotz dicker Jacke zu kalt. Man steht auf. Geht weg. In die oft so unpersöhnliche, kalte, erstarrte, von Emotionen frei Alltagswelt. Der Nebel und der Mond verschwinden, die Realitat bleibt.

Wo endet die Realität? War das da etwa nur Schein und Trug? Wie lebt man in dieser sich imemr wieder weiter verwirrenden Welt am Besten? Ohne sich in eigene Scheinwelten, die real existieren, zu flüchten? Wo beginnt man hier mit differenzieren und wo hört man auf?!?

1.1.07 22:54




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