Kyrill

Der Sturm wütete in ganz NRW. In ganz Deustchland. In ganz Europa. Das oberste wurde zu unterst gekehrt, Windbrüche entstanden, einzelne Bäume und Dächer verließen ihren angestammten Platz, während Massen von Bahnfahrern ihre Plätze, Bahnhöfe, nicht mehr verlassen konnten, jedenfalls nicht mit dem Zug. Und auch am Tag danach beeinträchtigte der Sturm unseren Alltag, nicht nur den Verkehr, auch die Nachrichten, und somit unser Denken.

Kyrill war ein Sturm in diesem Winter. Einer der Geschichte schrieb. Und wahrscheinlich war es nicht der letzte Sturm in diesem Winter. Hoffentlich aber der einzige, der eine derart große Zerstörung anrichtete. Der Sturm, der Höchstgeschwindigkeiten erreichte, die seit langen Zeiten nicht mehr gemessen wurde.

Globale Panikmache: Menschen, ihr zerstört die Erde. Ihr stört den Kreislauf der Naturgewalten, die lange Zeit auf ihren sicheren Bahnen waren.
Globale Abschwächung von Ignoranten: Das Wetter hat sich seit jeher verändert, das Klima ebenfalls, wieso sollte der Mensch denn auf einmal schuld sein? Wieso hat die Natur sich bitte nicht sofort beschwert, als wir eine Erfindung, zerstörischer als die nächste, machten? Weshalb diese Zeitverzögerung?

Wie wenn einer Auster ein Sandkorn, völlig fehl am Platze und gefährlich, unter die Schale gerät, versteckt sie dieses unter einer Perle. Einem wunderschönem, sanftem und ungefährlichem Gebilde. Kleine Gefahren kann die Natur alleine abwenden, große Gefahren, deren Wachstum exponentiell ist, nicht.

Stürme wie Kyrill sind Warnungen. Warnungen, einer aus dem Takt gebrachten Natur, die nach Hilfe schreit. Warnungen, die wir nicht ignorieren sollten. Warnungen, die wir aller Wahrscheinlichkeit nach ignoriren werden bis es zu spät ist.

 

20.1.07 15:52
 


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