Gelb sind schon die Blätter…

Wie die Zeit vergeht. Die Blätter sind schon lange nicht mehr nur gelb und rot, sie leuchten in allen Farben in den letzten Sonnenstrahlen des Herbstes und fallen von den immer kahler wirkenden Blättern.

Gerade war noch Sommer und jetzt!? Jetzt gibt es Herbstlaub auf den Straßen, dass so wunderbar raschelt beim durchgehen, kahle Bäume, Gänse, die schnatternd nach Norden ziehen, den ersten Nachtfrost, Weckmänner, Dominosteine und Spekulatius. Bald ist Weihnachten, doch eben war doch noch Sommer, und es war warm und ich habe nicht gefroren. Plötzlich war es morgens um 6 beim Aufstehen wieder dunkel, abends um 8 beim Nachhausekommen auch. Mein Wintermantel wurde in meine Dienste gestellt, und auch den Pali, den ich irgendwann beim Wichteln mal gekriegt habe, wurde heraus gekramt. Obwohl erst Oktober ist.

Und die verlorene Zeit, das Ende vom Sommer und der Anfang des Herbstes, eine der schönsten Zeiten des Jahres, wurde gesucht und nicht gefunden…

Verloren in Arbeit, Beschäftigung und viel zu viel Nachdenklichkeit.

In endloslangen Kausalketten, die alles anzweifeln und vom „Wenn“ vom „wäre“ und vom „hätte“ sprechen.

Kausalketten, in denen ich mich immer mehr verfange.

Kausalketten der Hoffnung und Trauer.

Kausalketten, die sich durch ihre Irrealität auszeichnen, von Vorwürfen und Selbstvorwürfen trotzen.

Kausalketten, die besser nicht und nie gedacht worden wären.

Stark sein ist zur Notwendigkeit gewordene Pflicht, stark sein trotz Schwäche, die einen auffrißt, so dass stark sein verdammt schwer ist.

Stark sein.

16.10.07 16:12
 


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