Auf Knopfdruck

Wäre der Mneshc doch eine Maschine, dann würden mich Kopfschmerzen jetzt nicht stören, dann könnte ich auf Knopfdruck eine Liste an vorgegebenen Begriffen in eine Short-Story verwandeln, ich müsste nicht hier sitzen und darauf warten, dass mich die Muse küsst. Mal schauen, wie lange ich noch warten muss... Spätestens Dienstag abend muss die Endfassung stehen...
4.11.07 19:25


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Spiel des Lebens

Sophie stand völlig perplex am Bahnhof, und alles was sie dabei hatte war ein potthäßlicher, rosa Rucksack, den sie noch nicht einmal selbst gepackt hatte.

Sie wartete auf einen Zug, aber bis jetzt war noch gar kein Zug gefahren. Aber die Wartenden wurden auch nicht informiert, mittlerweile standen auch nur noch die Wenigsten auf dem windigen und kalten Bahnsteigen, die meisten vertrieben sich in dem kleinen Bahnhofsgebäude die Zeit und ließen ihr Geld bei dem Kiosk Heißer Kaffee, Zeitungen und verschiedenste Lebensmittel gingen über die Theke. Die meisten Bahnfahrer langweilten sich und wollten die Zeit sinnvoll – zum essen – nutzen.

Sophie wußte nicht wohin sie wollte, sie wußte bloß, dass das Ganze eine Schnapsidee gewesen war. Sie suchte in der Menschenmasse, nach einem Platz, um ihren Rucksack auszupacken und genauer zu untersuchen, schließlich konnte sie schlecht einfach in diesem kleinen Bahnhof sitzen bleiben, und hoffen, das irgend etwas geschah. Und, zu wissen was man mit sich herumschleppte, war mit Sicherheit nicht die schlechteste Idee.

In einem Baby-Wickelraum begann sie den Rucksack auszupacken, und ungeduldig wie sie war, kippte sie ihn einfach aus. Zuerst sah sie das rosa Zelt. Sie schluckte, so etwas häßliches hatte sie schon lange nicht mehr gesehen. Sophie stopfte das Zelt zusammen mit einem T-Shirt in derselben, gräßlichen Farbe zurück in die Tasche. Aber alles in dem Rucksack war rosa, Sophie schüttelte sich. Der Klapphocker, eine Handtasche mit allerlei  Krimskrams, der größtenteils nicht in eine Handtasche gehörte, ein unaufgepumpten Fußball, eine Waffe, die australische Ureinbewohner zu benutzen pflegten, ein mit rosa Zuckerguß überzogenes Brot, ein rosa Messer und einen Ipod. Aber weder Zettel, einen Brief, oder irgendwelche andere Hinweise. Auf was hatte sie sich bloß eingelassen?

Heute morgen hatte sie sich verpflichtet, alle persönlichen Gegenstände, Geld, ihr Handy, eigentlich alles, bis auf ihre Kleidung, in das Schließfach zu sperren. Was hätte sie jetzt für ein paar Euro gegeben, was für einen heißen Kaffee. Der Geruch des heißen Getränks kitzelte sie schon seit geraumer Zeit in der Nase, und sehnsüchtig dachte Sophie an schwarzen Kaffee, Milchkaffee und heißen Kakao, während sie durch den Bahnhof schlenderte.

Ein Kind rempelte sie an, sie wollte den Kleinen gerade anmotzen, als sie bemerkte, dass dieser, aufgrund seiner Ohrstöpsel, sie eh nicht hören würde und besann sich statt dessen des Ipods, den sie in der Handtasche gefunden hatte. Musik hören wäre ja immerhin eine Möglichkeit des Zeitvertreibs.

Doch auf dem Ipod war keine Musik, alles was sie hörte waren Anweisungen. Endlich hatte sie wieder ein Ziel. Nach Süden wollte sie, und da, sie hörte schon den Zug nahen, rannte mitsamt der Menschenmenge, die drängte und schuppste, auf den Bahnsteig, an dem gerade ein Güterzug gemächlich entlang rollte. Die Laune aller sank in Nähe der Lufttemperatur, doch Sophie sah den Zug, der Richtung Süden fuhr, und sprang auf. Mit den vor Kälte starren Fingern klammerte sie sich an den Waggon, kletterte unter größter Anstrengung schließlich hinein, und landete auf Kohle.

Eingehüllt in Rosa, in Zelt, Handtuch und T-Shirt, saß sie auf dem nur wackligen Klapphocker, als der Zug schließlich hielt – und das sogar in der richtigen Stadt. Bis morgen Abend hatte Sophie Zeit, die erste Aufgabe zu erfüllen, sie hatte aufgegeben den Sinn zu suchen. Denn worin war der Sinn sich nachts in einem Kaufhaus einschließen zu lassen, dort alles Rosafarbene zu verstecken und sich schließlich nachts auf dem Dach von einem Hubschrauber abholen zu lassen?!?

Es dämmerte schon, als Sophie den Kaufhof betrat. Noch zwei Stunden bis zum Ladenschluß, noch zwei Stunden um sich ein geeignetes Versteck zu suchen, noch zwei Stunden Zeit um durch den Laden zu Streifen und sich mit den Örtlichkeiten vertraut zu machen.

Sophie lag unter einer Unmenge von Jacken, in dem großen dunklen Kaufhaus. Schnell krabbelte sie unter den Kleidungsstücken hervor und begann ihre lächerliche Mission zu beenden. Im Damenklo ließ sie Zahnpasta und Zahnbürste liegen, den weiteren Krimskrams verlor sie mitsamt der Handtasche irgendwo zwischen den Mänteln. Als sie das Brot  zwischen irgendwelche Jeans stopfen wollte, fühlte sie sich beobachtet, und als sie dann noch die dunkle Gestalt sah, die die Rolltreppen hinauf schlich, brach sie in Panik aus. Sie schleuderte Messer, Fußball, Bumerang und Schraubenzieher in Richtung Rolltreppe und lief dann so schnell sie konnte auf den Notausgang zu. Sie hörte nun hinter  sich keine Schritte mehr.

Bald war sie auf dem Dach, sah den Hubschrauber, war eingestiegen und im Dunkel der Nacht verschwunden. Doch der zweite Hubschrauber war ihr nicht aufgefallen.

 

Völlig abgehetzt kam Sophie zu Hause an. Es war unrealistisch und doch hatte sie sich diesmal nicht geirrt, diesmal hatte sie ohne Joystick, Tastatur und Maus gespielt.

Spielwelten und Realität vermischten sich in ihrem Denken, und doch - wie viel einfacher war es doch Personen durch Mausklicke zu steuern, als gegen reale Personen anzutreten, die selbstständig dachten und handelten und somit unberechenbar waren.

Auf dem Küchentisch lag neben Werbung für verschiedene PC-Spiele auch die Sophie allzugut bekannte Anzeige:

 „Lasse das Spiel Wirklichkeit werden. Melde dich jetzt an. Zum Spiel des Lebens. - Und erhalte 50 Euro“

6.11.07 21:13


 

Silberne Wolken
ziehen durch die dunkle Nacht.
Im Mondenschein. 

22.11.07 21:07


Hinter der Stirn

Hinter der Stirn,
hinter den einehitlichen Fassaden,
kriechen Gedanken durch das Hirn,
eingesperrt, gefangen wie Maden.

Unter der gleichen Kleidung,
versteckt vor neugierigen Blicken,
pulsiert das Leben, herrscht Verzweifelung,
über den Löchern sind Flicken. 

Hinter seiner Stirn,
in seinem machtlüsternem Hirn,
hinter dem Fassadenbild,
regiert der Diktator wild.

 

23.11.07 21:54


Listen...

Worin besteht der Sinn von Listen? Wenn ich jetzt keine ellenlange To-Do-Liste hätte, hätte ich zwar weniger Streß, würde aber alles vergessen. Und aufgrund von Klausurphasen, nicht da sein, und so reicht es auch nicht zu mehr als einer langen Liste.

Dinge die ich erledigen sollte:

  • Geschichte lernen (bis Donnerstag) (auch wenn es wohl sinnlos ist)
  • Dantons Tod lesen, warum lesen wir nur aufklärerische Dramen und nix modernes? (bos Donnerstag)
  • Englsich lernen, "East is East", bis Montag, aber wenn man nach 12 Schuljahren Singular-s immer noch nach dem Glücksprinzip richtig oder falsch hat, ist der Sinn da auch nur begrenzt gegeben...
  • Portfolio anfertigen - Möchte iwer Kommentare schreiben?
  • ...
  • ...
  • ...
  • ...
UND BALD IST WEIHANCHTEN!!!
27.11.07 17:27


Wurzeln...

Alls hat irgendwo seinen Platz, alles wird von Wurzeln festgehalten. Der Baum, der tief in der Erde verwurzelt, den Kräften der Natur trotzt, und die Wurzel von 4, die bekanntlich 2 ist, wird dies auch immer bleiben. Gerade solche festen Verwurzelungen, die fast unanrüttelbar sind, geben den Dingen Kraft und Halt.

Ich hab auch Wurzeln. Wurzeln hat schließlich jeder Mensch. Und irgendwie finde ich es auch wichtig zu wissen woher man kommt, wie soll man sonst wissen wohin man will? Wie kann man ohne die Vergangenheit zu kennen in der Gegenwart leben und an die Zukunft glauben?

Ich war letzten Sommer mit meinen Großeltern im Sudetenland. Die Mühle anschauen, das alte, leicht renovierte Bauernhaus, den Fluss, das Wäldchen, was davon noch übergeblieben ist, den Felsen dort, einfach alle Orte, die man bisher nur aus Erzählungen kannte. Zu sehen woher man kommt....und die ganzen alten Geschichten und Erinnerungen werden nciht nur weider lebendig, sondern auch weitergegeben.

Und dann, irgendwann fällt einem, auf das der andere Teil der Wurzeln fehlt. Verloren ging. Und man in das eisige Thema hinein sich auch nicht traut Fragen zu stellen.

Was ist mit meinen anderen Großeltern? Habe ich Cousinen???  Blut ist nicht dicker als Wasser, aber niemand gibt mir Antworten, weder auf ausgesprochene, noch auf verschwiegene Fragen.

Ich weiß jetzt, dass es meinen Nachnamen viel öfter gibt als ich dachte. Ich weiß jetzt, wie viele andere Leute mit dem gleichen Nachnamen es im Schülervz gibt. Aber ich kann ja nichtt fragen: Sind wir verwandt? Auch wenn es wahrscheinlich sinnlos ist, ich würde gern... Dabei: Was soll das bringen? Wer sagt mir, das Verwandte nett sind?

Zu wissen woher man kommt... 

28.11.07 15:55




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