Zugfahrt

Zugfahrt.
Querfeld ein, vielleicht mit dem Ziel sich selber zu verlieren in der Landschaft, die sich immer wieder wechselnd an den Fenstern, die nicht nur beschmiert, sondern auch so staubig sind, dass sie einen Fensterputzer, der wohl in nächster Zeit nicht erscheinen wird, nötig hätten, vorbeiziehend beobachten lässt,
oder Zugfahrt, um sich Umgeben von vielen Menschen, die so fremd sind, dass man ohne Probleme hinter ihre Fassade blicken kann, völlig zu verlieren und sich selber aufzugeben,
oder Zugfahrt, um andere Leute, für deren Leben man beginnt sich zu interessieren, wenn man selber keines, oder keines, was so läuft wie es laufen sollte mehr hat, zu beobachten, zu belauschen und schließlich gar zu kontaktieren,
oder Zugfahrt, gradlinig, ohne Wirrungen und Umwege, um die in abartigen Schachtelsätze gedachten Gedanken, die unser Hirn, das immer mehr belastet wird, immer mehr strapazieren, so dass dieses nach langem suchen nach dem Sinn, der schon fast nicht mehr erkennbar ist, den Überblick verliert,
oder Zugfaht einfach so, um Gedanken treiben zu lassen, einen Hauch von Freiheit zu erschnüffeln,
oder Zugfahrt, einfach weg, Möglichst weit weg für möglichst lang.
Oder alles.
Und wenn die Gedanken erst einmal Zugfahrt geworden sind, dauert es nicht mehr lange, bis es Zugfahrt ist. Zugfahrt überall.

5.4.07 22:38


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Berlin

"Ick war in Berlin"

  • Laut, hell, groß, anstrengend, spannend, interessant, lustig, lebendig, bunt, gemischt, ermüdend,
  • platte Füße, Lichtermeer, pünktliche Züge, die nicht auseinander fallen
  • Touristenmassen
  • Geschichte hautnah
  • ...
Ich mag Berlin. Irgendwie verdammt lebendig und bodenständig. Und der ÖPNV war um Klassen besser.
5.4.07 22:47


Selbstversuche

Normalerweise habe ich nichts gegen Selbstversuche, nur von Dingen, die man selber ausprobiert hat, kann man wirklich etwas verstehen, aber ich habe keinen Selbstbräuner benutzt, und war auch nicht im Solarium.

Ich war Skifahren, bin nur im Gesicht braun, und dass auch noch fleckig, vielleicht sollte ich dich einen Selbstversuch starten.

Achja, und ab Montag bin ich auch ab und an wieder zu Hause und werde mal wieder zum schreiben kommen, was mir zugegebener Maßen auch fehlt. 

18.4.07 22:45


Schreiberei

Texte entstehen lassen durch das Fließen lassen von Gedanken, völlig frei und ohne Zwänge, ohne Thematik, ohne Struktur, nicht völlig ohne Sinn, ist eine Möglichkeit. Eine, dir mir verdammt gut gefällt.

Literarisch wertvolle(re) Texte zu schreiben, zwar auch ohne an eine Thematik gebunden zu sein, aber an Standards von sprachlichem sowie inhaltlichem Niveau gebunden zu sein, dämmt bei mir irgendwie die Kreativität. Abgeblockt - von einer unsinnigen Blockade. Gibt es dann auch noch einen feststehenden Abgabetermin, so wirkt sich das ebenfalls nicht positiv aus.

Gezwungene Texte zu schreiben, Klausuren, Analysen, ohne Freiheiten, die nach Schema X passen müssen, kommt einer Fesselung von Gedanken und Worten, unserer Sprache, gleich.

Worte benutzen, um irgendwelche Fakten und Tatsachen sachlich zu beschreiben, ohne mit den Worten und Formulierungen zu spielen, Banalität in der Muttersprache, Verstümmlung ohne Gleichen, wenn auch wenigsten Sinn gegeben ist.

 

Nur der Fluss der Worte und Gedanken bleibt auf der Strecke.

Gegen Sinn - für freien Gedankenfluss?

Für Sinn - gegen unsortiertes GedankenBLUBB?

24.4.07 21:19


Frei sein

Frei von Zwängen den Tag genießen. Frei von Alltag. Frei von so unsinnigen Sachen wie Schlafbedürfnis. Frei von der Überlegung, wann man das nächste mal so frei sein wird. Nachts durch die Wälder laufen, Nachts im Gras liegen, Nachts nicht allein sein, Nachts gemeinsam in der Einsamkeit unterwegs.

Freiwillig handeln, Freiwillig arbeiten, Freiwillig lernen, das was einem Spaß macht, das was man später glaubt zu brauchen, und nichts sonst. 

Freiwillig leben und leben lassen.

 

24.4.07 21:38


Sonnenspiele (Rückblick)

Da scheint die Sonne jetzt seit Tagen, ich renne mit einer ausgesprochen guten Laune durch die Gegend, meißtens mit Sonnenbrand, und freue mich, weil ich in der Sonne liegen kann.

Sport draußen, auf einem sonnigen Ascheplatz, ist natürlich absolut beschissen. Ich frage mich immer noch, warum wir das eigentlich mit uns machen lassen, nur so aus Prinzip. Wir sagen, dass uns das ankotzt, aber wir unternehmen nichts. Brav werden wir in der prallen Sonne in der Mittagszeit ohne Wasser rennen, es wird uns zwar schwarz vor Augen sein, aber wir handeln ja nicht. Wir sind zwar dagegen, aber mehr auch nicht. Wir brechen nicht aus, wir lassen uns wie Tiere durch die Hitze treiben.

Sonnenflecken, Schattenspiele unter den Laubbäumen. Das Gras fühlt sich kühl unter unseren nackten Füßen an, wir liegen unter den Bäumen, genießen das Wetter. Die Blätter rauschen über uns, wenn der Wind sie sanft bewegt. Wer kann das Bild des Baumes im Kopf einschließen? Mit allen Blättern und Ästchen. Wir nicht - immer vergessen wir eine Kleinigkeit. Sommer.

Fahrrad fahren, immer barfuss, den Fahrtwind spüren, und am liebsten Berg ab. An der Düssel entlang, die auch mal deutlich mehr Wasser hatte, und nun Gefahr läuft auszutrockenen. Unter den Bäumen hindurch, durchs Wasser, wo ich natürlich prompt im Schlamm stecken bleibe. Egal. Dem Rad schadet nix mehr, und ich habe ja keine Schuhe an, die nass werden könnten. Wo also ist das Problem? Nirgends. Nichts bringt mich bei diesem Wetter dazu, mich aufzuregen, nicht einmal ein Busfahrer, der mir absichtlich vor der Nase wegfährt. Na und? Komm ich halt zu spät zur Schule. Völlig relaxt schlendere ich das letzte Stück...

Sommergefühle. Einfach reinleben in den Tag, abends noch ewig lange draußen sitzen wie im Süden, den Sommer genießen und vom Baggersee träumen.

 

 

29.4.07 19:39




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